Dekanat Bamberg

Klangblüten - Zwei Konzerte des Collegium Musicum im Dekanat Bamberg

Dekanat Bamberg 13 Stunden 1 Minute ago

Nordische Weisen und Vivaldis Gitarrenkonzert mit dem Collegium Musicum Bamberg am 13. Juni in der Christuskirche in Höchstadt/Aisch (19 Uhr) und am 14. Juni in der Auferstehungskirche Bamberg (17 Uhr)

Das Programm im Klangblüten-Konzert des Collegium Musicum Bamberg mit seinem Dirigenten Harald Strauss-Orlovsky vereint Romantisches aus Britannien und Norwegen mit zwei barocken Meisterwerken, die den Blick zunächst nach Süden richten: „The Fairy Queen“ von Henry Purcell nach dem mediterran antiken „Sommernachtstraum“ von Shakespeare spart nicht an komödiantischen Akzenten wie im berühmten „Affentanz“. Und im Gitarrenkonzert von Antonio Vivaldi rahmen die frisch zupackenden Ecksätze ein kontemplatives Largo, das in den 1970er-Jahren gar in die Charts der preisgekrönten Filmmusik gelangte (A little Romance & The Cowboys mit John Wayne). Das Collegium musicum musiziert dieses Werk mit der jungen, ganz außergewöhnlichen Solistin Romy Resatsch, die bereits große Erfolge auch auf nationaler Ebene erzielen konnte. Anschließend geht es musikalisch in keltisch-nordische Gefilde: Die St. Pauls Suite von Gustav Holst lässt altenglische, irische Tanzmusik anklingen sowie die berühmte Melodie von „Greensleves“. In Edward Griegs „Nordischen Weisen“ schwelgt der große norwegische Romantiker ganz in Größe und Melancholie seiner spezifischen, tief emotionalen Klangwelt wie auch Edward Elgar in seinem „Salut d‘Amour“, einem Verlobungsgeschenk an seine zukünftige Ehefrau Caroline Alice Parker.

Bildrechte Collegium Musicum Bamberg
Natalie.Schreiber

Musik des Elisabethanischen Zeitalters mit OK50 & Doloctemble in der Erlöserkirche

Dekanat Bamberg 13 Stunden 29 Minuten ago
Benefizkonzert mit Ensembles der Städtischen Musikschule "OK 50" und "Doloctemble" 

Vor 400 Jahren starb der englische Lautenist und Komponist John Dowland, einer der berühmtesten Vertreter des elisabethanischen Zeitalters. Musik von ihm, seinen Zeitgenossen Giovanni Gabrieli und Michael Praetorius und dem etwas jüngeren Jean-Baptiste Lully, dem Hofkomponisten Ludwigs XIV., wird am Sonntag, den 14. Juni ab 17 Uhr in der Erlöserkirche zum Klingen gebracht. Ausführende sind zwei Ensembles der Städtischen Musikschule Bamberg: das Blockflötenensemble "OK 50" sowie das Jugendensemble für Alte Musik "Doloctemble" mit Streichern, Harfen, Blockflöten und auch Schlagwerk. Beide Ensembles stehen unter der Leitung von Dorothea Lieb. 

Eintritt frei, um Spenden zugunsten der Orgelsanierung wird gebeten

Bildrechte The National Portrait Gallery
Natalie.Schreiber

Gospel Grenzenlos: Konzert mit zwei Gospelchören in der Stephanskirche

Dekanat Bamberg 2 Tagen 19 Stunden ago
Alle zwei Jahre packt ein um die 50 Mitglieder starker Gospelchor aus Bad Kreuznach seine sieben Sachen und macht einen Städtetrip über ein verlängertes Wochenende. Höhepunkt dabei ist in der Regel ein Konzert vor Ort. In diesem Jahr hat sich der Chor mit dem Namen „Grenzenlos“ Bamberg ausgesucht, und im Chor CrossOver an der evangelisch-lutherischen Stephansgemeinde haben sie einen Gastgeber gefunden, mit dem sie zusammen ein Konzert gestalten werden.Unter dem Titel "This train is bound for glory” laden am Samstag, 16.05. um 19 Uhr zunächst CrossOver mit seinem Dirigenten Marco Schneider, danach die „Grenzenlosen“ ein zu einer Reise durch die vielfältige Welt der Gospelmusik. Wie schon zuvor der an der Stephanskirche beheimatete Chor, präsentiert der Chor „Grenzenlos“ mit seiner Band unter der Leitung von Hans-Jörg Fiehl Songs von der einfühlsamen Ballade bis zum mitreißenden Spiritual, vom amerikanischen Traditional bis hin zu neuen Songs aus der jungen europäischen Gospelszene. Allen Songs ist eines gemeinsam: Sie vermitteln Kraft, Zuversicht und Lebensfreude. Der Eintritt ist frei. Spenden am Ausgang erbeten. www.gospelchor-grenzenlos.dewww.stephanskirche.de/kirchenmusik/crossover
Natalie.Schreiber

Regen und Segen - Kirche Kunterbunt am 07. Juni in der Erlöserkirche

Dekanat Bamberg 1 week ago

Kirche zum Mitmachen gibt es am Sonntag, 07. Juni von 14.30 bis 17.30 Uhr rund um die Erlöserkirche Bamberg. Unter dem Motto "Regen und Segen" können Kinder bis 12 Jahren mit ihren Familien eine kunterbunte Zeit mit verschiedenen Aktionen rund um die Erlöserkirche (Kunigundendamm 15) erleben.

Was ist Kirche Kunterbunt? Kirche Kunterbunt bietet eine „kunterbunte“ Mischung aus kreativen Stationen, kleinen Gedankenanstößen und gemeinsamer Zeit, die Glauben auf spielerische Weise erfahrbar macht. Familien können miteinander gestalten, ausprobieren und entdecken, drinnen wie draußen, je nach Ort und Thema. Bei jeder Kirche Kunterbunt gibt es auch die Gelegenheit zum gemeinsamen Essen und Trinken. Besonders ist auch, dass Familien kommen und gehen können, ganz wie es den individuellen Bedürfnissen entspricht. Vorkenntnisse braucht es nicht, Neugier reicht völlig.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, einfach kommen und mitmachen!

Weitere Informationen, Termine & Orte gibt es hier!

Natalie.Schreiber

Verändert - Unser neuer Schnipselgottesdienst

Dekanat Bamberg 1 week ago

Fest wie die Berge steht in unserem Leben kaum etwas. Menschsein heißt auch, ständig mit Veränderungen, klitzekleinen wie gewaltig großen, umzugehen. Gott spricht: "Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen." (Jes 54,10) - Ein Schnipselgottesdienst mit vielen Bergen und Hügeln, Fleetwood Mac und Veränderungen.

Natalie.Schreiber

An den Wassern - Junges Ensemble Dresden am 23.05. in der Erlöserkirche Bamberg

Dekanat Bamberg 1 week 1 Tag ago

Am Samstag, 23.05.2026 gibt das Junge Ensemble Dresden um 19 Uhr ein Konzert in der Erlöserkirche Bamberg. 

Das Junge Ensemble Dresden ist ein ambitionierter Kammerchor, der sich unter der Leitung des gebürtigen Coburgers Robert Schad mit großer künstlerischer Neugier den Herausforderungen anspruchsvoller Chorliteratur widmet. Sein Repertoire spannt dabei einen weiten Bogen von der Renaissance bis zur Moderne.
Im Mittelpunkt des Programms "An den Wassern" steht Vokalmusik, die sich dem Meer, Flüssen und anderen Gewässern widmet. Klassische Chorliteratur, etwa von Carl Maria von Weber und Christian Lahusen, begegnet geistlichen Motetten, Spirituals und folkloristischen Sätzen.

Eintritt frei, um Spenden zur Deckung der Kosten wird gebeten.

Bildrechte Junges Ensemble Dresden
Natalie.Schreiber

Baggern, Buddeln, Betonieren - Ökumenische Kirche Kunterbunt in Stegaurach am 9. Mai

Dekanat Bamberg 1 week 4 Tagen ago

Kirche zum Mitmachen gibt es am Samstag, 09. Mai von 10.30 bis 13.30 Uhr in Stegaurach. Unter dem Motto "Baggern, Buddeln, Betonieren" können Kinder bis 12 Jahren mit ihren Familien eine kunterbunte Zeit mit verschiedenen Aktionen im katholischen Pfarrheim (Bamberger Str. 4) und in der Kirche schräg gegenüber erleben.

Was ist Kirche Kunterbunt? Kirche Kunterbunt bietet eine „kunterbunte“ Mischung aus kreativen Stationen, kleinen Gedankenanstößen und gemeinsamer Zeit, die Glauben auf spielerische Weise erfahrbar macht. Familien können miteinander gestalten, ausprobieren und entdecken, drinnen wie draußen, je nach Ort und Thema. Bei jeder Kirche Kunterbunt gibt es auch die Gelegenheit zum gemeinsamen Essen und Trinken. Besonders ist auch, dass Familien kommen und gehen können, ganz wie es den individuellen Bedürfnissen entspricht. Vorkenntnisse braucht es nicht, Neugier reicht völlig.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, einfach kommen und mitmachen!

Weitere Informationen, Termine & Orte gibt es hier!

Natalie.Schreiber

PAUL bringt wieder Kaffee und Begegnung in die Stadtteile

Dekanat Bamberg 2 weeks 2 Tagen ago
Unser Kaffeemobil startet am 4. Mai in die neue Saison und ist wöchentlich an mehreren Standorten in Bamberg unterwegs

Ab Montag, 04. Mai 2026, ist PAUL, das Cafélino der Evangelischen Kirche in Bamberg, wieder in den Quartieren der Stadt unterwegs. Viele Menschen kennen das kleine Barista-Mobil inzwischen: Es steht für kostenfreien Kaffee, ein offenes Ohr und unkomplizierte Begegnungen mitten im Alltag.
Auch in diesem Jahr engagieren sich Ehrenamtliche mit viel Herzblut, um Orte zu schaffen, an denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen können, sei es für einen kurzen Plausch, eine kleine Pause oder den Hinweis auf ein passendes Beratungsangebot.

PAUL macht heuer regelmäßig an folgenden Standorten Halt:

Montag, 14–16 Uhr: Grünanlagen Giechburgblick, Hegelstraße (neben der Kindertagesstätte Jean Paul)
Dienstag, 10–12 Uhr: Kreislaufkaufhaus, Pödeldorfer Straße
Mittwoch, 10–12 Uhr: Gartenstädter Markt
Donnerstag, 14–16 Uhr: Gaustadt, Silvaner See (Achtung: erst ab 28. Mai)
Freitag, 14–16 Uhr: Gereuthstraße am Brunnen

Weitere Informationen und Aktuelles finden sich auf unserer PAUL-Seite.

 

Natalie.Schreiber

Kirchenmusik entdecken: Offene Chorprobe des ErlöserChors am 6. Mai

Dekanat Bamberg 2 weeks 4 Tagen ago
Am Mittwoch, den 06. Mai 2026 findet um 20 Uhr eine Offene Chorprobe des ErlöserChors im Gemeindezentrum der Erlöserkirche statt. Es ist keine Anmeldung nötig! Die Offene Chorprobe ist ein Teil der bayernweiten Aktion "Kirchenmusik entdecken", die nun zum zweiten Mal stattfindet und zwischen dem 03. und 26.05. in ganz Bayern viele kirchenmusikalische Veranstaltungen zum Probieren und zum Schnuppern anbietet: Kirchenmusik entdecken | Mach Kirchenmusik 
Natalie.Schreiber

Frühjahrssynode als Werkstatt der Zukunft

Dekanat Bamberg 3 weeks 1 Tag ago
Rund 130 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher arbeiten im Stephanshof am Immobilienprozess des Dekanats Bamberg 

Die Frühjahrssynode des Dekanats Bamberg war in diesem Jahr ein wenig anders als gewohnt. Am 18. April 2026 kamen nicht nur die Mitglieder der Dekanatssynode im Stephanshof zusammen: Es waren auch Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus dem gesamten Dekanat mit eingeladen. Gemeinsam arbeiteten sie im Rahmen eines Workshoptages weiter an einem Thema, das die Gemeinden seit Monaten beschäftigt: dem Immobilienprozess. Begleitet wurde der Tag von Jochen Nitz und Rainer Fuchs aus der Nürnberger Wirkstatt evangelisch, die durch das Programm führten. Dekanin Sabine Hirschmann informierte über den Stand der Transformationsprozesse in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und im Dekanat Bamberg. 

Bildrechte Natalie Schreiber Kirche verändert sich für die Zukunft

In ihrer Begrüßung ordnete Dekanin Sabine Hirschmann die aktuellen Veränderungen in einen größeren Zusammenhang ein. Transformation, so sagte sie, bedeute die bewusste Entscheidung, Kirche zukunftsfähig zu machen: „Wir tun das, um weiterhin erlebbar und sichtbar Kirche in Bayern sein zu können.“ Gerade in einem Flächenstaat wie Bayern wolle Kirche in der ganzen Fläche präsent sein: „Wir wollen in den Dörfern Kirche sein und wir wollen in der Stadt Kirche sein, in der Diaspora und im fränkischen Kernland und darum braucht es diese Transformation.“ Dabei gehe es nicht darum, Gemeinden aufzugeben, sondern die vorhandenen Ressourcen so einzusetzen, dass Kirche auch in Zukunft verlässlich da sein kann. „Wir denken von der Zukunft her und verändern von daher die Strukturen unserer Kirche. Und das tun wir getragen von Zuversicht und von Liebe.“ Es sei zugleich eine Verpflichtung, Kirche zukunftsfähig aufzustellen: „Denn auch wenn die Kirche kleiner und ärmer wird, so hat sie weiterhin eine Botschaft, die in der Gesellschaft dringend gebraucht wird!“ 

Kirche im Umbau 

In ihrem Bericht nahm die Dekanin auch die größeren Veränderungen in den Blick. Die neu konstituierte bayerische Landessynode hat ihre Arbeit aufgenommen. Sowohl sie selbst als auch Synodale Pia Loch wurden in den wichtigen Organisationsausschuss gewählt. 

Zu den „Veränderungen am Haus der Kirche“ gehören Einsparungen im Landeskirchenamt, die Einführung des neuen Kirchenkreises Franken im Jahr 2027, eine Reform der kirchlichen Verwaltungsstellen und Fusionen von Dekanatsbezirken, die bis 2030 auch das Dekanat Bamberg betreffen werden. Dann wird es mit dem Dekanatsbezirk Fränkische Schweiz zusammengehen.

Gleichzeitig entstehen vor Ort neue Formen der Zusammenarbeit, etwa in künftigen Regionalgemeinden mit gemeinsamer Geschäftsführung, Personal und Immobilien. (Wir berichteten.) 

Dabei betonte die Dekanin, dass diese Veränderungen Zeit brauchen: „Wir machen eins nach dem anderen!“ Im Moment liege der Schwerpunkt auf dem Immobilienprozess. Hier erinnerte sie die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher an eine gemeinsame Zuversicht: „Bei diesem Haus Kirche ist der Grundstein schon gelegt durch Christus seit Jahrtausenden. Die Kirche hat sich seither so sehr verändert und wir können uns dessen gewiss sein, dass wir nicht allein an dieser Kirche bauen.“ 

Vom Konzept zur nächsten Etappe 

Im letzten Teil ihres Berichts fasste Dekanin Hirschmann den Weg des Immobilienprozesses zusammen, den die Gemeinden in den vergangenen Monaten gegangen sind: Nach einer ersten Informationsveranstaltung hatten sich regionale Teams gebildet, um sich dann intensiv mit den Gebäuden vor Ort auseinanderzusetzen. Ihre Ergebnisse wurden zusammengeführt und vom Dekanatsausschuss weiterentwickelt. Daraus entstand ein vorläufiges Gesamtkonzept, das inzwischen auch mit Fachleuten aus dem Landeskirchenamt beraten wurde und auf keine grundsätzlichen Einwände gestoßen ist. 

Nun stehen die nächsten Schritte an. Zunächst müssen die formalen Beschlüsse gefasst werden. Danach soll das Konzept in den Gemeinden vorgestellt werden. 

Besonders deutlich wurde in diesem Prozess, wie verantwortungsvoll die regionalen Teams gearbeitet haben. Sie haben Kriterien bedacht, Identität beschrieben und zugleich die Bereitschaft gezeigt, sich von Gebäuden zu verabschieden, die nicht mehr zu halten sind. Denn nicht jedes Gebäude wird bleiben können. Manche sind nicht mehr zu erhalten. Andere lassen sich mit überschaubarem Aufwand klimaneutral umbauen oder gemeinsam mit anderen nutzen. Mancherorts entstehen kreative Lösungen, etwa wenn eine Gemeindebücherei in ein Seniorenzentrum umzieht. 

Für die verbleibenden Gebäude rücken nun konkrete Fragen in den Mittelpunkt. Es geht um Finanzierung, Klimaschutz und Zusammenarbeit. Auch bei den Pfarrhäusern stehen Veränderungen an: Die Pflicht der Pfarrperson vor Ort in der Gemeinde zu wohnen, wird fallen und damit auch die Pflicht zur Dienstwohnung. 

Wichtig bleibt bei all diesen Veränderungen. Wie gestaltet man den Abschied von vertrauten Orten? Wie erzählt man davon? Und welches Bild von Kirche entsteht, wenn Gebäude weniger werden? Gefühle müssen dabei ihren Platz haben, so Dekanin Hirschmann: „Es gehört dazu, dass auch Tränen fließen dürfen.“ Gleichzeitig habe eine Kirchenvorsteherin auch davon erzählt, wie befreiend es sei, Baulast abzugeben und sich nur noch zu wenigen Gebäuden Gedanken machen zu müssen. 

Bildrechte Natalie Schreiber Workshop im Hochchor der Stephanskirche Arbeiten an Lösungen und an Haltungen 

Am weiteren Vormittag und am Nachmittag fanden zehn verschiedene Workshops statt. Sie machten deutlich, dass der Immobilienprozess nicht nur eine organisatorische Aufgabe ist, sondern auch eine Frage von Haltung und Perspektive. 

Einige Workshops beschäftigten sich mit praktischen Themen. Wie können Gemeinden neue Finanzierungsquellen erschließen? Welche Schritte folgen nach der Einordnung der Gebäude? Welche Möglichkeiten gibt es, wenn Geld und Räume weniger werden? Andere Workshops nahmen die emotionalen und geistlichen Seiten des Prozesses in den Blick. Es gab die Gelegenheit, biblisch-theologisch zu arbeiten. Und immer wieder tauchte die Frage auf, was uns Halt in der Veränderung gibt. Es ging um Abschied und Neubeginn, um Erfahrungen aus anderen Gemeinden und um die Frage, was Kirche eigentlich ausmacht, wenn Gebäude wegfallen. Ein Blick in die Niederlande zeigte, dass schmerzhafte Veränderungen auch neue Formen von Kirche hervorbringen können. 

So wurde das Bild vom Haus der Kirche an diesem Tag konkret erfahrbar: Selbst Hochchor und Sakristei der Stephanskirche sowie die Räume der Kinderkirche und der Evangelischen Jugend wurden zu Orten des Austauschs und der Arbeit. Überall wurde diskutiert, gefragt, nach Lösungen gesucht und Zuversicht geteilt. 

Bildrechte Natalie Schreiber Tatjana Kiesling (m.) wird herzlich begrüßt Ein neuer Mensch im Haus 

Am Rande der Synode wurde auch eine personelle Veränderung sichtbar. Die neue Hausmeisterin des Stephanshofs und künftige Mesnerin von St. Stephan, Tatjana Kiesling, wurde herzlich begrüßt. Sie hatte ihren Dienst gerade erst begonnen. So wurde der große Kirchenvorstehertag für sie gleich zu einer ersten Bewährungsprobe. Ihr Vorgänger Reinhold Jacobi wird in wenigen Tagen in den Ruhestand verabschiedet. Mit dem Wechsel beginnt ein neuer Abschnitt im Alltag des Hauses und für die Menschen, die dort ein und aus gehen. 

Der Prozess geht weiter 

Die Frühjahrssynode hat vor allem eines deutlich gemacht: Der Immobilienprozess ist nicht abgeschlossen. Er geht weiter und tritt nun in eine Phase ein, in der Entscheidungen vorbereitet und umgesetzt werden müssen. Gleichzeitig ist sichtbar geworden, dass viele Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und diesen Weg gemeinsam zu gestalten.

Natalie.Schreiber

Der Herr ist mein Hirte - Ökumenischer Universitätsgottesdienst zum Semesterbeginn

Dekanat Bamberg 4 weeks 1 Tag ago

Zur Semestereröffnung gestaltet die ökumenische Hochschulgemeinde (ÖHG) am 19. April um 19 Uhr einen Universitätsgottesdienst in der Kirche St. Elisabeth (Obere Sandstr. 29). Die Predigt hält in diesem Semester Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Annette Scheunpflug vom Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik.

Eingeladen sind alle Interessierten – aus der Universität und darüber hinaus. Im Anschluss findet ein kleiner Empfang in den frisch renovierten Räumen der ÖHG am Markusplatz 1 statt.

Am Ende des Gottesdienstes wird eine Kollekte zugunsten des ökumenischen Notfonds für Studierende in Not gesammelt. 

Natalie.Schreiber

Gospelkonzert mit N'Joy

Dekanat Bamberg 4 weeks 1 Tag ago

Am Samstag, 2. Mai, um 17:00 Uhr macht der N'Joy-Gospelchor aus Niederwalgern (Kreis Weimar an der Lahn) in der Auferstehungskirche Station. Unter der Leitung von Matthias Heuser gibt der Chor mit seinen 35 Sänger:innen in schwungvollen und mitreißenden Gospels, ruhigen, nachdenklichen, geistlichen Liedern und Popsongs ihre Freude an der Musik und am Singen weiter. 

Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

Natalie.Schreiber

Auftakt in den Maien mit La Brasserie

Dekanat Bamberg 4 weeks 1 Tag ago

Das Bläserensemble des Dekanats Bamberg, La Brasserie, spielt den Mai herbei! Mit Martin Wenzel an Pauken & Percussion und unter der Leitung von Dekanatskantorin Marketa Schley Reindlova gibt das Ensemble am 30.04. um 19 Uhr ein Frühlingskonzert in der Johanneskirche in Hallstadt. 

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

Bildrechte Gregor Bittel
Natalie.Schreiber

einfach heiraten am 26.06.26 in Hohn am Berg

Dekanat Bamberg 1 Monat ago

Insgesamt 104 Paare haben sich in den Jahren 2024 und 2025 bei einfach heiraten im Stephanshof, in der Stephanskirche und am Baumwipfelpfad im Steigerwald Gottes Segen zusprechen lassen. Zwei überwältigende Tage! Da liegt die Frage nahe, ob es am 26.06.26 ein Wiedersehen mit einfach heiraten im Dekanat Bamberg geben wird.

Ja, das gibt es! Allerdings anders als bisher. Denn nach zweimal "ganz groß" (Stephanskirche) und einmal "ganz weit oben" (Baumwipfelpfad) probieren wir mal "ganz schnuckelig" aus: In der kleinen Kirche St. Gallus in Hohn am Berg als einfach heiraten im "Miniformat"! Wir freuen uns auf euch!

Wenn ihr hier klickt, findet ihr alle weiteren Informationen rund um einfach heiraten 2026 in Hohn am Berg.

Natalie.Schreiber

Humor in den Weltreligionen mit Rolf-Bernhard Essig

Dekanat Bamberg 1 Monat 2 weeks ago

Am 12. April findet um 16 Uhr in der Erlöserkirche Bamberg ein musikalisch begleitetes Erzählprogramm mit Rolf-Bernhard Essig und Markéta Schley-Reindlová statt.

Das Lachen verbindet – auch die Religionen. Das ist seit Abrahams und Saras Zeiten so, und lässt sich im Judentum, Christentum und Islam belegen, im Buddhismus und Hinduismus ebenso. In seinem heiteren Erzählprogramm erklärt „der Indiana Jones der Sprachschätze“ (NN/NZ) Rolf-Bernhard Essig kurz theologische Hintergründe, erzählt aber vor allem lustige Geschichten, trägt Gedichte vor, gibt Witze und Schnurren zum Besten. Man wird dabei Goethes gewitztem Jesus begegnen, einigen Narren in Gott, komischen Wasserläufern, humorvollen Göttern und denen, die bei der Krippe standen.

Das Programm wird durch Orgelmusik von Markéta Schley-Reindlová umrahmt.

Eintritt frei, um Spenden zugunsten der Orgelsanierung wird gebeten!

Natalie.Schreiber

 Bamberg. Demokratisch. 

Dekanat Bamberg 1 Monat 3 weeks ago
Bildrechte A. Simon


Im Frühjahr 2025 hat sich ein Netzwerk aus zivilgesellschaftlichen Akteuren getroffen. Die Idee: Das 
Fest der Demokratie der Stadt Bamberg aus dem Jahr 2024 aufzugreifen und fortzuführen. Daraus 
entstanden ist jedoch noch viel mehr. Von Mai bis Juli 2026 wird eine Veranstaltungsreihe mit dem 
Titel „Bamberg. Demokratisch.“ stattfinden. Der DGB Oberfranken und des Evangelische Dekanat 
Bamberg haben sich bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen. 
„Die Veranstaltungsreihe soll ganz verschiedenen Menschen die Möglichkeit schaffen, ihren 
kritischen Blick auf unser Miteinander zu werfen; zu verdeutlichen, wo die Stärken eines 
demokratischen Bambergs, aber auch wo dringende Weiterentwicklungsaufgaben liegen. Unser 
Ziel ist, zu verdeutlichen: In Bamberg ist die Demokratie stark, auch weil sie lebendig ist! In 
Bamberg haben Feinde einer demokratischen Stadtgesellschaft mit konsequentem Widerstand zu 
rechnen.“, so Dekanin Sabine Hirschmann. 
Es ist das explizite Ziel der Initiatorinnen und Initiatoren, dass die Veranstaltungsreihe die Vielzahl 
der Perspektiven darstellt und dass keine demokratische Perspektive, so kritisch sie auch sei, 
ausgeschlossen wird. Denn in einer Situation, in der demokratische Werte in Frage gestellt werden, 
müssen Demokratinnen und Demokraten zusammenhalten und zeigen, dass sie aus Weimar 
gelernt haben. 
„Das Netzwerk stellt die Bamberger Vielfalt dar. Zahlreiche Organisationen und 
Zusammenschlüsse haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, die Ziele von „Bamberg. 
Demokratisch.“ zu unterstützen, teils ideell, organisatorisch oder durch eigene Beiträge.“, erklärt 
Mathias Eckardt, Regionsgeschäftsführer des DGB Oberfranken. 
Veranstaltungen können ab jetzt offiziell angemeldet werden. 
Unter folgendem Link 

 Übersicht aller Veranstaltungen  

 

Hofmann

„Wir haben gemeutert und gekämpft“ - Festwochenende im Dekanat Bamberg zu 50 Jahre Frauenordination

Dekanat Bamberg 1 Monat 4 weeks ago

„Gehen Sie, wohin Sie wollen, aber in Bayern werden Sie keine Arbeit finden.“ Mit diesem Satz wurden evangelische Theologinnen noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von kirchlichen Verantwortlichen verabschiedet. Andere mussten sich erklären lassen, es widerspreche der „schöpfungsmäßigen Ordnung“, wenn eine Frau eine Kanzel besteige. Der Weg ins Pfarramt war für viele Frauen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern lange geprägt von Widerständen und Kränkungen.

An dieses Ringen erinnerte das Dekanat Bamberg am Wochenende vom 14. und 15. März mit einem Festprogramm zum 50-jährigen Jubiläum der Frauenordination. Den Auftakt bildete ein Frauenmahl, zu dem predigende Frauen eingeladen waren, die im Dekanat Bamberg tätig sind oder waren. Am Sonntag folgten ein Festgottesdienst in der Stephanskirche und eine Lesung der Wiener Baptistenpastorin Mira Ungewitter aus ihrem Buch Gott ist Feministin.

Ein langer Weg zur Frauenordination

Bayern feiert 50 Jahre Frauenordination, genauer gesagt: erst 50 Jahre. Denn die bayerische Landeskirche war eine der letzten, die Frauen zum Pfarramt zuließ.

Bereits 1919 studierte erstmals eine Frau Theologie an der Universität Erlangen, ohne zu wissen, ob sie überhaupt zum Examen zugelassen würde. Zwei Jahre später durften Frauen das erste Examen ablegen, später auch das zweite, das Vikariat blieb ihnen zunächst verwehrt. In den folgenden Jahrzehnten arbeiteten Theologinnen als Vikarinnen, jedoch mit starken Einschränkungen: Sie hielten Bibelstunden, unterrichteten Religion oder übernahmen Seelsorge für Frauen und Kinder. Das Gemeindepfarramt blieb ihnen verschlossen, ihre Bezahlung lag deutlich unter der der männlichen Kollegen, und mit der Heirat verloren sie sogar ihre Rechte im kirchlichen Dienst.

Bildrechte Natalie Schreiber Pia Loch (l.) und Iris Hermann (r.)

Erst 1975 beschloss die bayerische Synode das Gesetz zur Berufung der Theologin zum Dienst des Pfarrers. Am 4. April 1976 wurden mit Liesel Bruckner und Käthe Rohleder die ersten Frauen in Bayern ordiniert, nach jahrzehntelangem Dienst in ihrer Kirche.

Als die Präsidinnen der Dekanatssynode, Iris Hermann und Landessynodale Pia Loch zu Beginn des Festgottesdienstes aus dieser Geschichte vorlesen, ist es still im Raum. Unter den Besucherinnen sitzen auch Frauen der ersten Pfarrerinnengeneration, neben zahlreichen Vertreterinnen späterer Generationen.

Erfahrungen aus drei Generationen

Viele von ihnen hatten sich bereits am Vorabend beim „Frauenmahl“ im Stephanshof getroffen. Eingeladen hatte ein Team um Dekanin Sabine Hirschmann, jedoch nicht nur Pfarrerinnen, sondern alle, die „auf die Kanzel steigen“ und im Dekanat tätig sind oder waren: Diakoninnen, Religionspädagoginnen mit Predigtauftrag, Prädikantinnen, Lektorinnen, Vikarinnen und mehr.

Bildrechte Sabine Hirschmann Dekanin i.R. Karin Hüttel war die erste Gemeindepfarrerin im Dekanat Bamberg

Drei Generationen von Pfarrerinnen erzählen an diesem Abend von ihren Erfahrungen. Eine Vertreterin der jüngeren Generation zitiert einen Satz, der heute häufiger fällt: Es gebe „so viele“ Frauen im Pfarramt! Ein Satz, in dem ein unausgesprochenes „zu viele“ mitschwingt. Eine Pfarrerin im Ruhestand berichtet, dass zu Beginn ihres Weges noch nicht klar war, ob sie überhaupt Pfarrerin werden könne, weil sie einen katholischen Mann liebte. Eine Kollegin erinnert sich daran, wie sie der Rektor des Predigerseminars plötzlich lieber als zukünftige Pfarrfrau gesehen hätte, als sie während des Vikariats ihr erstes Kind erwartete. Hier wird auch eine Gemeinsamkeit vieler Erfahrungen deutlich: Berufliche Diskriminierung beginnt häufig dort, wo familiäre Sorgearbeit ins Spiel kommt. Das betrifft nicht nur Pfarrerinnen, sondern auch Pfarrer, die neben dem Dienst auch familiäre Verantwortung übernehmen wollen.

Gleichzeitig überwiegt an diesem Abend die Dankbarkeit, nämlich gegenüber den Frauen, die den Weg ins Pfarramt für nachfolgende Generationen überhaupt erst möglich gemacht haben. „Ich gehöre zu einer glücklichen Pfarrerinnengeneration“, sagt Regionalbischöfin Berthild Sachs, die als ehemalige Vikarin der Bamberger Stephanskirche zum Frauenmahl gekommen ist.

„Wir haben gemeutert und gekämpft“

Diese Dankbarkeit steht auch im Mittelpunkt der Predigt von Sabine Hirschmann am darauffolgenden Sonntag. Sie erinnert daran, wie sehr die Frauenordination das Gesicht der evangelischen Kirche geprägt hat. Als sie selbst fünf Jahre alt war, wurde in Bayern das Gesetz zur Frauenordination beschlossen. Den Unterschied zwischen evangelisch und katholisch erklärte die heranwachsende Sabine bald so: „Wir Evangelische haben Pfarrerinnen und die Katholiken den Papst.“

Bildrechte Natalie Schreiber Bambergs erste Dekanin Sabine Hirschmann

Doch selbstverständlich war das ja keineswegs. „Wir haben gemeutert und gekämpft“, zitiert Hirschmann eine der Pfarrerinnen der ersten Generation, Marianne Pflüger. Frauen hätten theologisch argumentiert, Bibelstellen neu gelesen und sich gegen kirchliche Widerstände behauptet. Sie verwiesen etwa auf den paulinischen Satz aus dem Galaterbrief: „Hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid alle eins in Christus.“ Auch die Rolle von Frauen im Neuen Testament wurde neu entdeckt: Maria Magdalena, die erste Zeugin der Auferstehung, oder Phoebe, Priska und Junia, die in den frühen Gemeinden Verantwortung trugen. Die Frage der Frauenordination, so machten die Theologinnen deutlich, ist nicht nur eine kirchenpolitische, sondern auch eine theologische.

Bildrechte Natalie Schreiber Pastorin Mira Ungewitter aus Wien

Diese Perspektive greift auch die Lesung von Mira Ungewitter im Anschluss an den Gottesdienst auf. In ihrem Buch Gott ist Feministin erinnert sie daran, dass die Bibel vielfältige Gottesbilder kennt, auch mütterliche und weibliche. Dass der Titel ihres Buches erklärungsbedürftig erscheint, zeigt zugleich, wie sensibel das Thema weiterhin ist. „Gott ist Feministin“ provoziert Widerspruch und erzeugt Rechtfertigungsdruck, obwohl Feminismus im Kern nichts anderes bedeutet als den Einsatz für Gleichberechtigung aller Menschen und die Abschaffung jener Strukturen, die dem im Weg stehen. Von solchen Strukturen weiß die Autorin aus eigener Erfahrung zu berichten. In der baptistischen Kirche in Österreich gibt es bis heute keinen bundesweiten Beschluss zur Frauenordination, weshalb Pastorin Ungewitter nur in ihrer Gemeinde predigen darf und nirgendwo sonst.

Frauenanteil in Leitungsämtern: Luft nach oben Bildrechte Sabine Hirschmann Regionalbischöfin Sachs beim Frauenmahl

Ein Blick auf die Leitungsstrukturen der bayerischen Landeskirche zeigt, dass Gleichberechtigung jedoch auch hier weiterhin Thema ist. Beim Frauenmahl berichtet Regionalbischöfin Berthild Sachs, dass zwei Regionalbischöfinnen bald in den Ruhestand gehen und aufgrund von Strukturreformen nur eine Stelle neu ausgeschrieben werden wird. Selbst wenn diese hoffentlich wieder mit einer Frau besetzt wird, wird die Zahl weiblicher Stimmen im Landeskirchenrat dadurch zunächst sinken. Die Initiative „Church goes pink“ hat im vergangenen Jahr auf diese Entwicklung aufmerksam gemacht. Zwar ist der theologische Nachwuchs mittlerweile zu rund 80 Prozent weiblich, doch nur etwa 30 Prozent der Dekansstellen sind mit Frauen besetzt. Im Landeskirchenrat sind derzeit vier von elf Mitgliedern weiblich. Die Landessynode beschloss im vergangenen Jahr deshalb eine Quote: 40 bis 60 Prozent der Leitungsämter sollen künftig mit Frauen besetzt sein.

50 Jahre Frauenordination: eine Bilanz

Fünfzig Jahre Frauenordination sind Anlass zu Freude und Dankbarkeit. „Wir machen den Unterschied“, sagt Sabine Hirschmann in ihrer Predigt. Tatsächlich ist die Präsenz von Pfarrerinnen heute eines der sichtbarsten Merkmale evangelischer Kirche.

In den Gesprächen während der Veranstaltungen zeigt sich, dass das Jubiläum auch weiterführende Fragen aufwirft: Hat sich mit der Frauenordination auch die Struktur des Pfarrberufs verändert, die ursprünglich für Männer früherer Generationen entworfen wurde? Lange war das evangelische Pfarrbild geprägt vom Modell des männlichen Pfarrers mit einer nicht oder kaum erwerbstätigen Pfarrfrau, die einen großen Teil der Sorgearbeit übernahm und sich zugleich stark in der Gemeinde engagierte. Dieses Modell wirkt strukturell bis heute nach. Inzwischen leben viele Pfarrerinnen und Pfarrer in Partnerschaften, in denen Care-Arbeit und Erwerbstätigkeit gleichberechtigt geteilt werden sollen. Hier stößt die Realität des Pfarrberufs an Grenzen: Die kirchliche Ordnung geht im Durchschnitt von einer Arbeitszeit von rund 48 Stunden pro Woche und einer Sechs-Tage-Woche aus, Abendtermine, Wochenend- und Feiertagsarbeit eingeschlossen. Für manche junge Pfarrfamilie stellt sich daher weiterhin die Frage, wie sich Sorge- und Erwerbsarbeit unter solchen Bedingungen gerecht verteilen lassen.

Damit wird deutlich: Die Diskussion um die Gleichberechtigung der Geschlechter im Pfarrberuf hat sich verändert. Sie ist längst kein reines „Frauenthema“ mehr, sondern berührt die Gegenwart und Zukunft des Pfarrberufs insgesamt.

Die Geschichte weiterschreiben

Auch 50 Jahre nach Beginn der Frauenordination bleibt also viel zu tun. Sabine Hirschmann warnt in ihrer Predigt deshalb davor, die Errungenschaften der Gleichberechtigung für selbstverständlich zu halten. In gesellschaftlichen und politischen Debatten tauchten wieder Vorstellungen von Frauenrollen auf, von denen man glaubte, sie längst überwunden zu haben. Es brauche uns daher alle, um die Geschichte in guter Weise weiterzuschreiben.

Das Jubiläum ist daher nicht nur Anlass zum Rückblick, sondern auch Auftrag für die Zukunft. Wenn Kirche ihrem eigenen Anspruch gerecht werden will, muss sie weiter an Geschlechtergerechtigkeit arbeiten: in Leitungsämtern, in Arbeitsstrukturen und im Miteinander der Berufsgruppen. Ein starkes Zeichen wäre es, wenn Kirche der Gesellschaft in diesen Fragen als Vorbild vorausginge. Denn die Geschichte der Frauenordination zeigt, Veränderungen beginnen damit, dass Menschen den Mut haben zu sagen: Es muss anders werden.

 

Natalie.Schreiber

Konzert: Quattro Tubaggi and Friends für Butogota Brass for Children

Dekanat Bamberg 2 Monaten ago

In der Stadt Butogota in Westuganda hat Atukunda Gershom ein beeindruckendes Projekt ins Leben gerufen: Kindern aus einfachsten Verhältnissen werden Musikinstrumente zur Verfügung gestellt. Sie erhalten Unterricht, erleben die Freude am gemeinsamen Musizieren und wenn möglich auch ein wenig Verpflegung. Die jungen Menschen sind mit Begeisterung und großer Freude dabei. Herr Gershom und seine fantastische Arbeit verdienen jede nur mögliche Unterstützung.

Daher veranstaltet die Bamberger Erlöserkirchengemeine am 3. Mai 2026 um 17 Uhr in der Erlöserkirche Bamberg ein Konzert, dessen Erlös vollständig dem Projekt „Butogota Brass for Children“ in Uganda zugutekommt.

Mitwirkende sind das Quartett Quattro Tubaggi (Studierende der Hochschule für Musik und Theater München), die Tubistin Nanako Tamai aus Hiroshima, Tubist Heiko Triebener (Mitglied der Bamberger Symphoniker) und La Brasserie (Bläserensemble des Dekanats Bamberg) unter der Leitung der Dekanatskantorin Markéta Schley Reindlová.

Eintritt frei, Spenden für das Projekt in Uganda erbeten.

 

 

 

Natalie.Schreiber

Blick über den Tellerrand - Interkultureller Abend zu Deutschland und Tansania

Dekanat Bamberg 2 Monaten ago

Die Bayerische Landeskirche unterhält vielfältige und historisch gewachsene Beziehungen und Partnerschaften nach Tansania; so auch im Dekanat Bamberg. In diesem Jahr feiern wir sogar 40 Jahre Partnerschaft mit unserer Partnerdiözese Meru. Aber Deutschland und Tansania sind auch zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Sprache und Denken, Natur und Umwelt, Bildung und Wertvorstellungen – um nur einige Punkte zu nennen – bieten ausgesprochen verschiedene Voraussetzungen für eine Begegnung. 

Am Dienstag, 14. April, 19 Uhr im Gemeindezentrum der Erlöserkirche wollen Pfarrerin Jubleth Mungure (Erlöserkirche) und Pfarrer Hans-Helmuth Schneider (Stephanskirche) diesen Unterschieden nachgehen und versuchen, sie verstehbar zu machen. 

Jubleth Mungure kommt aus Meru in Tansania und arbeitet seit 3 Jahren in Bamberg. Hans-Helmuth Schneider war von 2000 bis 2010 an der Tumaini University Makumira in Tansania tätig.

Eintritt frei!

Natalie.Schreiber
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